AusbruchNacht

Gestärkt durch ein richtig leckeres Frühstück, starteten wir den ersten Tag im Süden mit einem Ausflug zum L’Arche Naturelle. Über eine Stunde ging es bergab in den Canyon und wanderten dort durch das Flussbett des Bras de la Plaine. Der Fluss ist (leider) ein beliebtes Ausflugziel und so wimmelte es am Ufer von Kindern einer Schulklasse. Etwas weiter Flussaufwärts konnten wir aber die Sonne und die bizarren Lavaformationen geniesen bevor wir uns wieder an den Aufstieg machten.

Flussbettwanderung

Anschließend planten wir zum Vulkan zu fahren. Nach vielen, vielen kurvigen Straßen kamen wir im Örtchen Bourg-Murat an, in dem auch ein wirklich gut gemachtes Museum über den Piton de la Fournaise ist. Mit vielen interaktiven Elementen und einem 4D-Film erfährt man alles, was es über den aktiven Vulkan auf La Réunion sowie alle weiteren aktiven Vulkane unserer Erde zu wissen gibt.
Leider meinte es das Wetter auch an diesem Tag nicht gut mit uns, und der komplette Ort stand im tiefen Nebel inklusive Sprühregen. So entschieden wir dem Vulkan an einem anderen Tag einen Besuch abzustatten. An der Küste, 2.000 Meter weiter unten, war das Wetter wesentlich besser und so konnten wir den Tag am Pool ausklingen lassen.

Am darauffolgenden Tag besuchten wir das Magmagnifique, ein etwas misslungenes Festival am Fuße des Vulkans sowie einen botanischen Garten, in dem wir viele neue Blumen und Gewürze kennenlernten. Auch wie exotische Pflanzen und Obst eigentlich heranwachsen, sah man hier in unberührter Natur.

Ananas

Am Tag 6 unserer Reise gaben wir dem Vulkan eine zweite Chance und wurden nicht enttäuscht. Das Wetter war mehr als traumhaft. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein begrüßte uns aus 2235 Metern Höhe. Wir fühlten uns wie auf dem Mond als wir mit unserem Mietwagen quer über die Vulkanebene fuhren.

Mondlandschaft

Nach einem einstündigen Marsch über Lavafelder war es dann soweit, wir konnten den ausbrechenden Seitenkrater des Piton de la Fournaise aus nächster Nähe sehen… und er war auch richtig fleißig.

Ausbruch
Nachdem wir das Schauspiel ausgiebig bestaunt haben, machten wir uns auf zum Pas de Bellecombe, dem höchsten erreichbaren Punkt derzeit auf dem Vulkan. Von hier konnte man gut weitere ältere Krater sehen. Unter anderem einen (kleinen), recht farbenfrohen Vulkankrater, der wie ein Ameisenbau aussah.

Formicaleoweb

Leider waren wegen des Ausbruchs alle Wanderwege im Krater des Piton de la Fournaise gesperrt und so blieb uns eine Wanderung zur Kraterkante des riesigen Vulkans verwehrt. Später kehrten wir dann noch einmal zur Ausbruchsstelle zurück, um das Spektakel in der Nacht zu sehen. In der Dunkelheit waren die Auswürfe der Lava und die fließenden Lavaströme noch viel besser zu erkennen. Auch die Geräuschkulisse und das tiefe Brummen und Grollen, was vom Vulkan ausging, machte die Szenerie noch eindrucksvoller. Ein Punkt unserer MustSee-oder-ToDo-Liste ist somit schon erfolgreich abgehakt :)


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